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Tag 235 - 240: Von Arnavutköy nach Istanbul - 29Km (2708Km) | Stephan Meurisch

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Tag 235 – 240: Von Arnavutköy nach Istanbul – 29Km (2708Km)

Mittwoch, 31.10.2012 – Montag, 05.11.2012

Willkommen in Istanbul.
Das Tor zum Orient?
Es ist ein weiter Weg bis ich in’s Morgenland einlaufen kann.

Lange habe ich mich davor gedrückt Istanbul zu erreichen, lange habe ich es vor mir her geschoben.
Warum?
Nun ja, neben der Schönheit dieser Stadt warten hier auch einige Probleme auf mich.
Unangenehme Dinge schiebt man ja gern vor sich her…

Was ist so unangenehm an Istanbul?
Es ist das geografische Ende von Europa. Soweit so gut.

Die Grenze bildet dabei jedoch nicht etwa ein Grenzposten wie an den bisherigen 6 Grenzübergängen an denen ich einfach durchgelaufen bin, nein, diesmal ist es etwas schwieriger.

Der Bosporus bildet die natürliche Grenze zwischen Europa und Asien. Und es hätte beinah auch eine Grenze für mich persönlich werden können.

Mein mir selbst gesetztes Ziel ist es nach Tibet zu gehen. Zu Fuß.
Leider ist es offiziell jedoch nicht möglich, in Istanbul, von Europa nach Asien zu gehen. Die beiden Brücken über den Bosporus sind aus Sicherheitstechnischen Gründen für Fußgänger gesperrt und nicht zugänglich. Sie dürfen ausschließlich nur mit PKW oder Bus befahren werden. Es wird Verhandlungsgeschick mit den Türkischen Behörden erforderlich sein…

Doch wie Ihr ja jetzt wisst bin ich schon auf dem Asiatischen Kontinent. Ich hab also einen Weg gefunden und die Reise konnte weiter gehen.
Schauen wir uns daher erstmal etwas um und genießen die Stadt…

Genießen ist so ein Wort.
Es fällt mir zunächst sehr schwer. Ich fühle mich hier nicht wohl. Eigentlich will ich nur ganz schnell wieder weg.
Auf den kleinen Dörfern scheint die Zeit still zu stehen.
Wenige Menschen, man kennt einander, Farmer gehen ihrer Arbeit nach, kein Stress, kein Autolärm…

Istanbul ist hingegen das genaue Gegenteil.
Die Gesichter vieler Menschen sind steif. Sie sind getrieben.
Istanbul ist teuer. Es ist als ob die Stadt sagt: “Wenn Du in mir leben willst musst Du hart arbeiten.”
Istanbul ist mit über 15Mio. Einwohnern die größte Stadt auf dieser Reise. Auf der Rangliste der größten Städte der Welt befindet sie sich auf Platz 11. Nicht selten verbringen die Menschen 4h im Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln um in die Arbeit, und wieder nach Hause zu kommen.
Sich dem Stress zu entziehen ist schwer. Sobald man vor die Haustür tritt ist man bereits mittendrin.
Wäre ich aus München direkt hier her gekommen wäre es mir wahrscheinlich garnicht so aufgefallen.
Es ist nur der krasse Gegensatz zum ruhigen Landleben welches ich in den letzten Monaten erfahren habe.
Doch vielleicht liegt es auch daran dass ich den Kopf nicht wirklich frei habe und wegen dem Brückenproblem sehr angespannt bin.

Erst nach 2-3 Tagen bin ich in dieser riesigen Stadt angekommen, und sie hat einiges zu bieten.
Touristentechnisch ist Istanbul mit Sehenswürdigkeiten bis unter die Decke voll ausgestattet.
Wunderschöne Moscheen, riesengroße Parks, Basare und und und…
Selbst nach über 3 Wochen, welche ich in der Stadt auf 2 Kontinenten verbracht habe, entdecke ich immer wieder etwas neues. Nahezu unerschöpflich, so kommt es mir vor.
Hinzu kommt, dass sich das Straßenbild 3mal am Tag ändert. Die gleiche Straße (Istiklal) sieht Nachts komplett anders aus. Clubs und Bars in denen man 1ne Nacht zuvor war, sucht man tagsüber vergeblich.
Kann jedoch auch daran liegen dass es so unendlich viele sind. Wenn man Spaß haben will geht man Nachts einfach nur vor die Haustür. Irgendwas passiert immer. Taksim schläft nie. Man lässt sich einfach fallen, mitreißen und treiben…

Und selbst zwischen den Attraktionen wird es nicht langweilig. Überall findet man Straßenhändler welche für Unterhaltung sorgen während sie mit einem Lächeln ihre Ware an den Mann bringen.
Hier nur 2 der witzigsten Sprüche:
“If I were you, I would spend all my money in this shop.”
“What a beautiful day to spend money.”
Nachts sind es Musikanten und Artisten welche in den Straßen und Gassen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Wenn man an Restaurants vorbei geht stehen davor Kellner die, auf witzige Art und Weise, fast nichts unversucht lassen um dich in das Restaurant zu lotsen.
Sagt man, dass man grad vom Essen kommt und keinen Hunger hat, passiert es hin und wieder das sie zur Kontrolle, ob du wirklich gut gefüllt bist, die Hand auf deinen Bauch legen. Ist alles ok darfst du weiter.
Wenn nicht wirst du auf einen Tee eingeladen und freundlich hineingebeten.
Die ganze Stadt wirkt wie ein großer Vergnügungspark.

Wenn man mit offenen Augen durch Istanbul spaziert, findet man sehr oft große Plastikflaschen in denen die Plastikdeckel der Flaschen gesammelt werden.
Der Sinn dahinter ist einfach wie genial. Für 250Kg Plastikdeckel bekommt ein Bedürftiger einen Rollstuhl geschenkt. Nach etwas googeln habe ich herausgefunden dass dies nicht nur in Istanbul sondern in der ganzen Türkei und auch in anderen Ländern gemacht wird.

Zusammen mit Tody verbringe ich noch 5 Tage in Istanbul.
Gemeinsam erkunden wir die Stadt, machen eine Bosphorus Rundfahrt, besuchen eine Sehenswürdigkeit nach der nächsten und genießen in unzähligen kleinen Cafés einfach noch die gemeinsame Zeit.

Doch dann kam leider der Moment an dem sie in den Bus einstieg welcher sie wieder zurück nach Rumänien brachte.
Zurück zur Arbeit und in den gewohnten Alltag…
Wir wünschten uns beiden alles Gute.
Traurige Augen als der Bus die Stadt verlässt . Ich schaue noch kurz hinterher bis der Bus hinter einer Kurve verschwindet…
Ich hab die Zeit mit Tody sehr genossen. Es war sehr schön diese Reise für eine Zeit lang mit jemanden zu teilen.
Danke dafür.

Wieder allein begann nun für mich die lange Suche einen Weg zu Fuß nach Asien zu finden…
Ob ich es schaffe die Genehmigung zu erhalten um die Brücke zu Fuß überqueren zu dürfen?

Dazu mehr im 2ten Teil…

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